BH-Größe richtig messen: So bestimmen zwei Zahlen die passende Passform

Eine passende BH-Größe hängt nicht nur vom Körbchen ab, sondern vor allem von zwei Maßen: Unterbrustweite und Brustumfang. Wer beide Werte korrekt ermittelt, kann die Passform besser einschätzen, Druckstellen vermeiden und den Halt verbessern. Der richtige Sitz unterstützt Komfort im Alltag und hilft dabei, häufige Messfehler zu vermeiden – auch für Frauen in Österreich.

BH-Größe richtig messen: So bestimmen zwei Zahlen die passende Passform

BH-Größe korrekt ermitteln

Die BH-Größe setzt sich aus zwei Werten zusammen: der Unterbrustweite und der Körbchengröße. Diese beiden Zahlen bestimmen gemeinsam, ob ein BH wirklich sitzt. Wer nur eine von beiden kennt, riskiert eine falsche Passform. Für eine genaue Messung braucht man lediglich ein weiches Maßband, eine aufrechte Haltung und am besten einen ungepolsterten BH oder kein Oberteil.

Unterbrustweite und Körbchengröße messen

Der erste Schritt ist die Messung der Unterbrustweite. Dazu legt man das Maßband direkt unter die Brust an – eng anliegend, aber ohne einzuschneiden. Der gemessene Wert in Zentimetern entspricht der Bandgröße. In Österreich und Deutschland wird dieser Wert direkt in Zentimetern angegeben, also etwa 70, 75, 80 oder 85.

Anschließend wird der Brustumfang gemessen – das Maßband wird dabei über die vollste Stelle der Brust gelegt, locker und waagerecht. Die Differenz zwischen Brustumfang und Unterbrustweite ergibt die Körbchengröße. Beträgt der Unterschied etwa 10–12 cm, entspricht das Körbchen A, bei 12–14 cm ist es B, bei 14–16 cm C und so weiter. Je zwei Zentimeter mehr entsprechen einer Körbchengröße höher.

Passform und Halt verbessern

Selbst wenn die Größe theoretisch stimmt, kann der Sitz im Alltag unbefriedigend sein. Ein gut sitzender BH sollte hinten gerade und waagerecht verlaufen, nicht nach oben rutschen. Die Träger sollten nicht einschneiden, aber auch nicht von den Schultern gleiten. Das Mittelteil zwischen den Körbchen, der sogenannte Steg, sollte flach am Körper anliegen.

Wer merkt, dass der BH hinten hochrutscht, trägt oft eine zu große Bandgröße in Kombination mit einem zu kleinen Körbchen. In diesem Fall lohnt es sich, die Bandgröße eine Stufe zu verkleinern und gleichzeitig das Körbchen zu vergrößern – ein Prinzip, das als Schwesterngrößen bezeichnet wird.

Typische Messfehler vermeiden

Ein häufiger Fehler beim Messen ist das zu lockere Anlegen des Maßbands. Wer die Unterbrustweite zu weit misst, wählt eine zu große Bandgröße, was zu mangelndem Halt führt. Ebenso problematisch ist das Messen in falscher Körperhaltung – gebeugte Schultern oder ein nach vorne geneigter Oberkörper verfälschen das Ergebnis.

Auch der Zeitpunkt kann eine Rolle spielen: Der Körper verändert sich über den Monat hinweg, etwa durch den Zyklus, Gewichtsschwankungen oder Sport. Es empfiehlt sich daher, die Maße regelmäßig zu überprüfen, mindestens einmal pro Jahr oder nach deutlichen Gewichtsveränderungen. Wer unsicher ist, kann sich in einem Fachgeschäft kostenlos vermessen lassen – viele österreichische Dessous- und Wäschegeschäfte bieten diesen Service an.